{"id":2849,"date":"2022-07-11T19:43:37","date_gmt":"2022-07-11T17:43:37","guid":{"rendered":"https:\/\/unofficial.pictures\/?page_id=2849"},"modified":"2022-07-11T19:43:37","modified_gmt":"2022-07-11T17:43:37","slug":"hazar-dahhan","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unofficial.pictures\/ru\/geboren-gekommen-geblieben\/hazar-dahhan\/","title":{"rendered":"(Deutsch) Hazar Dahhan"},"content":{"rendered":"<p class=\"qtranxs-available-languages-message qtranxs-available-languages-message-ru\">\u0418\u0437\u0432\u0438\u043d\u0438\u0442\u0435, \u044d\u0442\u043e\u0442 \u0442\u0435\u043a\u0441\u0442 \u0434\u043e\u0441\u0442\u0443\u043f\u0435\u043d \u0442\u043e\u043b\u044c\u043a\u043e \u043d\u0430 &ldquo;<a href=\"https:\/\/unofficial.pictures\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2849\" class=\"qtranxs-available-language-link qtranxs-available-language-link-de\" title=\"Deutsch\">Deutsch<\/a>&rdquo;.<\/p><div class=\"wpb-content-wrapper\">[mk_page_section padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column width=&#187;1\/2&#8243;][mk_padding_divider size=&#187;200&#8243; visibility=&#187;hidden-sm&#187;][vc_column_text align=&#187;right&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561093335{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]\n<p class=\"a_font-22\"><strong>Hazar Dahhan<\/strong><\/p>\n<p class=\"a_font-22\">geboren 1991, sucht aktuell eine Ausbildung<\/p>\n[\/vc_column_text][vc_btn title=&#187;zur\u00fcck zur \u00dcbersicht&#187; style=&#187;classic&#187; shape=&#187;square&#187; color=&#187;default&#187; align=&#187;right&#187; link=&#187;url:https%3A%2F%2Funofficial.pictures%2Fgeboren-gekommen-geblieben%2F|title:%5B%3Ade%5DPortraits%20einer%20diversen%20Stadt%3A%20%E2%80%9Egeboren%2C%20gekommen%2C%20geblieben%E2%80%9C%5B%3A%5D&#187; el_class=&#187;button-back-to-the-exhibition&#187;][\/vc_column][vc_column width=&#187;1\/2&#8243;][mk_padding_divider size=&#187;100&#8243; visibility=&#187;hidden-sm&#187;][vc_single_image image=&#187;2850&#8243; img_size=&#187;400&#215;600&#8243; alignment=&#187;right&#187;][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][mk_padding_divider size=&#187;80&#8243;][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561180873{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]HAZAR: Mein Name ist Hazar. Ich wohne jetzt seit drei Jahren mit meiner Familie in Borna. Meine Mutter, mein Vater, mein Bruder und meine Schwester. Ich habe noch einen Bruder, der ist aber in D\u00e4nemark. Wir sind sechs Personen. Fr\u00fcher waren wir sieben.<br \/>\nIch bin in Aleppo geboren und habe 20 Jahre in Syrien gelebt. Mein Land ist gro\u00df und sch\u00f6n. Aber seit dem Krieg ist es schlimm. Einer meiner Br\u00fcder ist dort gestorben. Er war auf der Stra\u00dfe arbeiten. Dann kam eine Bombe und so ist er gestorben. Als er tot war, wurde es sehr schwierig f\u00fcr uns und wir konnten nicht mehr dort leben. Deswegen sind wir nach Venezuela, wo unsere Mutter geboren ist. Dort haben wir dann f\u00fcnf Jahre gelebt. Venezuela ist auch ein gro\u00dfes und sch\u00f6nes Land. Die Natur dort ist sehr sch\u00f6n. Dort zu \u00fcberleben, war aber zu schwierig. Wir arbeiteten von der Wohnung aus. Wir kochten Essen und verkauften es an die Leute. Die \u00f6konomische Situation in dem Land ist sehr schlecht und vielen Leuten geht es nicht gut damit. Wir haben \u00fcberlegt, wo wir hingehen k\u00f6nnen und sind bei der Suche darauf gesto\u00dfen, dass ein Leben in Deutschland besser f\u00fcr uns ist. Zugang zu Ausbildung, Arbeit, Studium und viele andere Sachen sind hier einfacher, also sind wir hierher gekommen.<br \/>\nAber es war schwierig. In jedem Land muss man sich wieder hinsetzen und viele neue Sachen lernen. In Syrien habe ich nur Arabisch gesprochen. Als wir in Venezuela gearbeitet haben, mussten wir Spanisch lernen. Ich habe dort auch als Arabisch-Lehrerin gearbeitet. F\u00fcr einen Venezolaner und auch in einer Schule. Hier ist wieder ein anderes Land, eine andere Kultur, eine andere Sprache und viele andere Sachen. Du musst alles neu lernen und verstehen was was bedeutet. Es ist sehr schwierig, nochmal alles von vorne anzufangen.<\/p>\n<p>FRIEDER: Wo habt ihr dann in Venezuela gelebt?<\/p>\n<p>HAZAR: Zuerst haben wir ein Jahr und acht Monate in einer kleinen Stadt bei San Antonio gewohnt. Wir sind dann in die gro\u00dfe Stadt Maracay gezogen und dann nach Caracas. Das ist auch eine gro\u00dfe Stadt, wo es alles gibt, wie in Leipzig. Wir sind dort hingegangen, um uns um unsere Papiere und Staatsangeh\u00f6rigkeit zu k\u00fcmmern und haben dort dann auch gelebt.<br \/>\nIn Venezuela sind die Leute nett und helfen dir gerne, wenn du die Sprache nicht so gut kannst. Aber es ist ein gro\u00dfes Problem, wenn man allein in der Stra\u00dfe ist. Da gibt es \u00dcberf\u00e4lle. Da kommen Menschen mit Waffen, die dein Handy und dein Geld wollen. Du kannst kein Handy mitnehmen, wenn du auf die Stra\u00dfe gehst. Ich habe geh\u00f6rt, dass eine Person mit einer goldfarbenen Uhr \u00fcberfallen wurde. Sie sollte die Uhr hergeben, aber als sie gesagt hat, dass die nicht wirklich aus Gold sei und sie die nicht hergeben wollte, wurde sie erschossen. Das ist schlimm. Mein Vater ist eines Tages mit dem Essen, was wir in der Wohnung gekocht haben, auf die Stra\u00dfe gegangen, um es zu verkaufen. Da ist vor seinen Augen eine Frau und ein Mann ermordet worden. Wof\u00fcr? Vielleicht nur f\u00fcr ein Handy. Deswegen bin ich nicht mehr allein auf die Stra\u00dfe gegangen. Nur noch mit meinem Vater, oder meinem Bruder. F\u00fcr meinen Bruder, meinen Vater und f\u00fcr viele M\u00e4nner war es einfacher.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561194769{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]SANDRA: Wie kommt es denn, dass deine Mutter Venezolanerin ist?<\/p>\n<p>HAZAR: Vor vielen Jahren sind meine Gro\u00dfeltern von Syrien nach Venezuela zum Arbeiten gezogen und haben viele Jahre dort gelebt. Meine Oma hat alle ihre Kinder dort geboren. Als meine Mutter f\u00fcnfzehn Jahre alt und gro\u00df genug war, ist sie mit meiner Oma zur\u00fcck nach Syrien, um die Kultur kennenzulernen. Meine Mutter hat dort meinen Vater geheiratet und wir wurden dann in Syrien geboren. Meine Oma wohnt jetzt in Aleppo. Es ist schwierig f\u00fcr sie dort. Vor drei Tagen haben wir telefoniert. Sie ist da jetzt mit meinem Onkel alleine.<\/p>\n<p>FRIEDER: Vermisst du manchmal Venezuela oder auch Aleppo?<\/p>\n<p>HAZAR: Meine Stadt Aleppo vermisse ich mehr, weil es in mein Land ist. Manchmal, wenn ich viel \u00fcber Venezuela h\u00f6re, dann vermisse ich es auch. In Syrien liebe ich es, aber ich will nicht zur\u00fcck. Nur zu Besuch. Ich habe viele Sachen hier und kein Leben mehr dort. Es ist auch schwer zu h\u00f6ren, wie die Leute da jetzt leben und was sie f\u00fcr Probleme haben. Strom und Wasser sind zum Beispiel nicht so leicht zug\u00e4nglich. Und wenn ich \u00fcber meinen dort verstorbenen Bruder nachdenke, dann bin ich mir sicher, dass ich nicht dort hin zur\u00fcck m\u00f6chte. Meine Freunde haben mich mal gefragt, ob ich, nach dem Krieg oder wenn der Pr\u00e4sident nicht mehr an der Macht und es wieder gut im Land ist, zur\u00fcck nach Syrien will. Nein, ich will nicht zur\u00fcck nach Syrien. Wenn \u00fcberhaupt, dann nach Venezuela. Mein Bruder ist in Syrien gestorben und das ist sehr schwer f\u00fcr mich. Das kann ich nicht.<br \/>\nIn Syrien habe ich nur meine Muttersprache gesprochen. Nat\u00fcrlich gab es auf der Schule auch Englisch und Franz\u00f6sisch. Ich habe aber nur Englisch gelernt und nur ein Jahr Franz\u00f6sisch, das hab ich danach wieder vergessen. Ich habe da nur meine Kultur kennengelernt, nichts anderes. Jetzt habe ich viele Kulturen aus vielen L\u00e4ndern kennengelernt. Jetzt verstehe ich mehr, was es in anderen Kulturen gibt. Davor kannte ich das alles nicht. Es gab in Venezuela auch viele neue Sachen, da haben wir viel gelernt. Hier in Deutschland gibt es auch viele neue Sachen. Die Post funktioniert zum Beispiel in Venezuela nicht. In Syrien gibt es das auch nicht wirklich. Wenn ich hier eine Bewerbung f\u00fcr eine Ausbildung schicke, muss ich die Adresse und den Namen auf den Brief schreiben. Das hab ich erst hier gelernt. Das gef\u00e4llt mir, mit Papier zu arbeiten und nicht alles mit dem Computer zu machen. Wir lesen auch alle und es gibt viele B\u00fccher, die man lesen kann. Ich mag das. Au\u00dfer wenn die Briefe vom Jobcenter kommen.<br \/>\nNoch etwas Gutes ist, dass es nachts leise ist. In Venezuela oder auch in Syrien ist das ganz anders. In Venezuela h\u00f6ren die Leute super laut Musik im Auto und wir konnten oft bis drei Uhr nachts nicht schlafen. Wir waren in der dritten Etage und da war es sehr laut von der Stra\u00dfe. So etwas verstehe ich nicht. Mir gef\u00e4llt in Deutschland, dass es ab acht einfach ruhig ist. In Venezuela gab es keinen Respekt daf\u00fcr.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561210142{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]Ich habe auch immer in gro\u00dfen St\u00e4dten gelebt und war immer unter vielen Leuten. Jetzt, wo wir in Borna wohnen, ist das ungewohnt. Es gibt hier nicht so viele Gesch\u00e4fte. Aber andererseits ist es sch\u00f6n ruhig. Es ist klein und gut. Nach zwei Monaten hat es sich schon normal angef\u00fchlt. Au\u00dferdem gibt es in gro\u00dfen St\u00e4dten so viel M\u00fcll auf der Stra\u00dfe. Hier ist es sch\u00f6n sauber. In meinem Land musst du dir schon Kilometer vor der M\u00fclldeponie die Nase zuhalten. In Venezuela ist der Geruch auch schlecht. Hier stinkt es nicht. Papier, Biom\u00fcll und Plastik werden getrennt. Das ist eine sehr gute Sache.<br \/>\nEine Sache, die mir hier nicht gef\u00e4llt, ist, dass es beim Lidl keine Bushaltestelle gibt und ich bis zum Bahnhof fahren muss, um dahin zu kommen. Ich habe das schon von vielen geh\u00f6rt, dass sie dort eine Haltestelle wollen. Ich denke, das w\u00e4re gut, weil es neben dem Lidl auch eine Volkshochschule gibt. Ich kenne eine sehr alte Lehrerin, die zum Arbeiten aus Leipzig nach Borna kommt. Sie f\u00e4hrt jeden Tag in diese Schule und muss danach wieder zur\u00fcck zum Bahnhof laufen, um nach Leipzig zu fahren.<\/p>\n<p>SANDRA: Gibt es etwas anderes, was du dir w\u00fcnscht?<\/p>\n<p>HAZAR: Es gibt auch ein paar nicht so nette Leute hier, aber nicht alle sind so. Manchmal lachen mich Leute aus, wenn sie h\u00f6ren, wie ich Deutsch spreche. Einige sind auch unfreundlich zu mir, weil ich Ausl\u00e4nderin bin. Das sind aber nur wenige Leute.<\/p>\n<p>SANDRA: Hattest du schon Probleme wegen deines Kopftuches?<\/p>\n<p>HAZAR: Einmal, ja. Es f\u00e4llt mir schwer, aber ich kann es erz\u00e4hlen. Am Anfang sind wir einmal zu Netto zum Einkaufen gegangen und da habe ich geh\u00f6rt, dass \u00fcber mich geredet wurde. Ich habe es verstanden, aber ich habe nichts gesagt. Dieser Mann hat seine Freunde gefragt, warum wir hierherkommen und warum wir eine andere Religion haben. Er hat auch \u00fcber meinen Hidsch\u0101b geredet. Ich habe es geh\u00f6rt und verstanden, aber nichts gesagt. Mein Deutsch war nur auf A2-Niveau und konnte nicht antworten. Viele Leute hier reden \u00fcber uns, \u00fcber Ausl\u00e4nder. Ich habe nichts gesagt. Ich habe nur zugeh\u00f6rt. Er meinte zu seinen Freunden, dass ich ja auch kein Deutsch spreche. Als er an mir vorbeigegangen ist, habe ich \u201eHallo\u201c gesagt und gelacht. Ich habe ihn nicht gefragt, warum er ohne uns \u00fcber uns spricht.<\/p>\n<p>FRIEDER: Was w\u00fcrdest du heute diesem Mann im Supermarkt sagen? [\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561226986{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]HAZAR: Als ich \u201eHallo\u201c gesagt habe, ist er nur weggegangen und hat nichts mehr gesagt. Jetzt w\u00fcrde ich etwas sagen, aber damals war ich sch\u00fcchtern und hatte Angst, weil mein Deutsch nicht so gut war. Heute k\u00f6nnte ich ihn fragen, warum er solche Sachen sagt. Ich w\u00fcrde ihm sagen, dass ich Deutsch sprechen lerne. Dass ich eine Arbeit und eine Ausbildung suche. Ich w\u00fcrde ihm sagen, dass er nicht in einem Land lebt, wo es einen Krieg gibt und dass er nicht fliehen musste. Alles neu lernen und von vorne anfangen musste, nur um dann dort auch in einer schlechten \u00f6konomischen Situation zu sein und auf der Stra\u00dfe zu leben. Danach kamen wir hierher und das war einfach schwierig. Heute k\u00f6nnte ich ihm erkl\u00e4ren, dass er hier einfach normal leben konnte und das alles nicht durchmachen musste. F\u00fcr ihn ist alles in Ordnung und gut. Er musste all das nicht durchleben. Das w\u00fcrde ich ihm jetzt erkl\u00e4ren. Damals hatte ich zu viel Angst.<\/p>\n<p>SANDRA: Wie f\u00fchlt sich das an, wenn du so etwas h\u00f6rst oder die Leute komisch gucken?<\/p>\n<p>HAZAR: Es ist schwierig, wenn du einer Person von Anfang an nicht gef\u00e4llst. Das ist Rassismus. Manchmal geht es nur darum, dass die Leute eine andere Hautfarbe haben.<\/p>\n<p>SANDRA: W\u00fcnschst du dir, dass die Leute aus Borna verstehen, was es bedeutet, aus einem Krieg zu kommen? Was es hei\u00dft, in einem neuen Land von vorne anzufangen und eine neue Sprache zu lernen?<\/p>\n<p>HAZAR: Viele Leute wissen das, aber sie verstehen nicht, was das bedeutet, weil sie nicht aus einem anderen Land sind. Der Lehrer, der mich unterrichtet, hat gesagt, dass er viel \u00fcber den Krieg in Syrien gelernt hat. Er versteht das etwas mehr. Die meisten Leute belesen sich nicht dazu und verstehen dann auch nicht, was das f\u00fcr Menschen, die dort gelebt haben, bedeutet. Viele Menschen haben viele Wunden davon getragen. Nur diese Leute verstehen, was das bedeutet.<\/p>\n<p>SANDRA: Du bist ja Muslima. Wo treffen sich Muslime in Borna?<\/p>\n<p>HAZAR: In der Moschee. Am Freitag zum Beispiel. Manchmal besuchen sich die Leute auch gegenseitig.<\/p>\n<p>SANDRA: Wenn Ramadan ist, sind zum Fastenbrechen in arabischen L\u00e4ndern die Leute am Feiern auf den Stra\u00dfen. Wie macht ihr das hier in Borna?<\/p>\n<p>HAZAR: So etwas gibt es hier nicht. Hier haben wir eine Familie kennengelernt, mit der wir uns treffen, bei ihnen zu Hause und bei uns. Wir essen und verbringen Zeit zusammen. Danach gehen wir zur\u00fcck nach Hause. Manchmal gehen wir ins Restaurant, spielen Fu\u00dfball, gehen an die Seen, fahren zusammen Fahrrad. W\u00e4hrend des Ramadan sind alle zu Hause in der Wohnung.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561242544{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]SANDRA: Ist es schwerer, Ramadan in Deutschland zu machen, als in Syrien?<\/p>\n<p>HAZAR: Vor drei Jahren war es schwierig. In Venezuela sind die Sonnenuntergangszeiten so \u00e4hnlich wie in Syrien. Als wir nach Deutschland gekommen sind, konnten wir beim ersten Ramadan erst um elf Uhr nachts essen. Wir mussten sehr lange fasten, weil die Sonne so sp\u00e4t untergegangen ist. Dann mussten wir manchmal um zwei Uhr nochmal aufstehen und essen. Zwischen elf und zwei ist nicht so viel Zeit. Wir konnten dann ja auch nicht schlafen, weil wir noch essen mussten. Das zweite Mal war es besser und jetzt ist es viel leichter gewesen, weil der Ramadan schon fr\u00fcher im Jahr war.<\/p>\n<p>FRIEDER: In Syrien machen auch ganz viele Menschen Ramadan und hier ja nicht so viele.<\/p>\n<p>HAZAR: Das ist ein bisschen schwer. Wenn ich zur Schule gehe, essen und trinken viele Leute und ich sehe das. Da muss ich weggucken. Man muss ja auch Respekt vor den Leuten haben, die essen. Man muss \u00fcben, sich zu beherrschen. Wenn mir jemand etwas anbietet, kann ich das ja auch nicht annehmen.<\/p>\n<p>SANDRA: Hast du viel Kontakt mit Leuten aus Borna, die nicht arabisch sind?<\/p>\n<p>HAZAR: Also mit Deutschen? Es gibt viele Frauen, mit denen ich auf der Stra\u00dfe spreche, aber ich wei\u00df deren Namen nicht. Meine Nachbarn sind auch sehr nett. Ich spreche aber selten mit meinen Nachbarn. Wir haben mal etwas im Internet bestellt und ich habe meine Nachbarn gefragt, ob es bei ihnen angekommen ist. Sie haben das Paket angenommen und unterschrieben.<\/p>\n<p>SANDRA: Ist es schwer, in Kontakt zu kommen?<\/p>\n<p>HAZAR: F\u00fcr mich nicht. Wenn ich Zug fahre, spreche ich auch mit vielen Leuten. Wenn jemand hier in Deutschland Ausl\u00e4nder sieht, die Deutsch sprechen, sprechen sie mit ihnen. Das ist sehr wichtig. Ich habe mit einer anderen Ausl\u00e4nderin gesprochen, als ich ein Ticket gekauft hab und sie hat f\u00fcr mich am Schalter gefragt. Als die Deutschen um uns herum gemerkt haben, dass ich Deutsch spreche, waren sie nett zu mir. Wenn ich direkt auf Deutsch mit den Leuten spreche, sind sie gl\u00fccklich. Sprechen ist das Erste, was man hier lernen sollte.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561273514{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]SANDRA: Und am Anfang, als ihr nach Borna kamt, da habt ihr ja auch im Heim gewohnt. Wie war das Leben da?<\/p>\n<p>HAZAR: Es war sehr schwierig. Auch nur auf die Toilette zu m\u00fcssen, oder Kleinigkeiten machen. Wir waren alle in einem Zimmer. Zu f\u00fcnft, mit meinen Eltern. Wenn man sich umzieht, ist es auch schwierig im gleichen Zimmer mit allen zu sein. Es gibt keine Privatsph\u00e4re. Essen machen und Wohnen, alles in einem Zimmer. Ich muss morgens immer erst mal einen Kaffee trinken und dazu musste ich erst einmal in den Keller gehen. Ein Jahr lang waren wir dort.<\/p>\n<p>FRIEDER: Warum musstet ihr da so lange wohnen?<\/p>\n<p>HAZAR: Ich wei\u00df es nicht. Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir eine Wohnung brauchen, aber uns wurde immer gesagt, dass wir warten m\u00fcssen. Wir sind zusammen geblieben, bis wir alle den Aufenthaltstitel hatten und sind dann zusammen gegangen. Manchmal gibt es Leute, die nur drei Monate da sind, wir waren aber ein Jahr da. Es war schwierig, aber wir haben es geschafft. Aber am Anfang waren wir zu sechst, jetzt sind wir nur noch zu f\u00fcnft. Mohammed ist weg.<\/p>\n<p>SANDRA: Wo ist er hingegangen?<\/p>\n<p>HAZAR: Er ist nach D\u00e4nemark. Aber nicht freiwillig. Bevor wir hierher gekommen sind, war er schon mal in D\u00e4nemark. Ihm hat es dort nicht gefallen, darum ist er zur\u00fcck nach Venezuela. Als wir dann nach Deutschland gegangen sind, ist er mitgekommen. Aber einmal nachts, als wir alle geschlafen haben, ist die Polizei und die Security zu uns gekommen. Wir haben die Augen ge\u00f6ffnet und \u00fcberall im Zimmer waren Polizisten. Wir Frauen hatten auch kein Kopftuch an. Wir wussten nicht was los ist und haben nichts verstanden. Wir konnten noch nicht so gut Deutsch und haben nicht verstanden, was sie gesagt haben. Wir haben uns angezogen. Mein Bruder hat etwas \u00fcbersetzt. Sie haben uns ein Papier gegeben, auf dem stand, dass Mohammed nach D\u00e4nemark abgeschoben wird. Er hatte dagegen geklagt und hat nach dem Papier daf\u00fcr gesucht, aber die Polizei meinte, er muss jetzt sofort zur\u00fcck nach D\u00e4nemark. Wir haben so geweint. Einer unserer Br\u00fcder war gestorben und ein anderer sollte jetzt raus, obwohl er gar keine Probleme hier gemacht hatte. Es gab Leute, die viele Probleme im Heim gemacht haben, aber nicht mein Bruder. Mohammed konnte sich nur noch kurz anziehen und mit meinem Vater reden. Wir haben so viel geweint. Danach wurde er von der Polizei mitgenommen. Wir haben dann erst die Dokumente gefunden, die er gesucht hatte, und haben versucht sie den Polizisten zu zeigen. Aber sie haben ihn trotzdem mitgenommen. Jemand aus dem Heim meinte, wenn er jetzt geht, dann darf er uns drei Jahre lang nicht besuchen. Er hatte nichts falsch gemacht. Wir waren nur unter uns und haben keine Probleme mit anderen gehabt. Der Polizist meinte nur, dass so das deutsche Gesetz sei. [\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561298180{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]Danach haben wir versucht, die Anw\u00e4ltin zu erreichen. Meine Schwester hat sie sehr oft angerufen, aber sie ist nicht ans Telefon gegangen. Am Morgen hat sie zur\u00fcckgerufen und sich entschuldigt, dass sie den Anruf nicht geh\u00f6rt hat, weil sie geschlafen hat. Meine Schwester hat erkl\u00e4rt, dass unser Bruder mitgenommen wurde. Die Anw\u00e4ltin meinte, sie suche nach ihm und w\u00fcrde sehen, was sie machen k\u00f6nne. Die Polizei hat ihm den Pass abgenommen. Am Flughafen wurde mein Bruder schlimm beschimpft von Polizisten. Er war in Handschellen, hinter dem R\u00fccken. Der Polizist hat gesagt, dass er ihn schlagen soll, wenn er ein Mann ist. Er hat ihn so schlimm beschimpft. Er musste lange in einer Zelle warten. Die Anw\u00e4ltin hat dann mit meinem Bruder geredet. Sie hat gesagt, er solle mit niemandem au\u00dfer ihr reden. Nach einer Minute kam ein Polizist und wollte, dass mein Bruder mitkommt. Sie haben ihm gesagt, dass er zur\u00fcck zu uns im Heim kommen kann und sie haben uns angerufen und gesagt, dass er zur\u00fcckkommt. Als er nach einem Tag nicht zur\u00fcck war, haben wir die Anw\u00e4ltin angerufen. Sie hat dann herausgefunden, dass Mohammed in Dresden in Abschiebehaft war. Er war da ungef\u00e4hr zwei Monate. Wir durften ihn nicht zusammen besuchen, sondern immer nur eine Person. Meine Mutter und mein Vater konnten nicht alleine hin. Zu dieser Zeit ist auch meine Oma, die Mutter meines Vaters, in Syrien gestorben. Sie hat gegen Ende oft nach Mohammed gefragt. Sie hat ihn sehr geliebt und jeden Tag nach ihm gefragt. Wir konnten ihr die Wahrheit nicht sagen und haben ihr erz\u00e4hlt, dass er bei seinen Freunden ist. Sie ist sehr alt gewesen und hatte viele gesundheitliche Probleme. Wir hatten Angst, dass sie stirbt, wenn wir ihr die Wahrheit sagen. Sie ist dann auch gestorben. Meine Tante, die mit meiner Oma gelebt hat, wusste das etwas los war, aber wir haben ihr erst nichts gesagt. Mein Vater hat es dann meiner Tante erkl\u00e4rt; sie musste sehr viel weinen. Und in der Abschiebehaft gibt es eine bestimmte Zeit, in der sie kurz das Internet benutzen d\u00fcrfen. Ich habe ihn gebeten, das nicht zu tun, weil es viele Nachrichten \u00fcber den Tod unserer Gro\u00dfmutter gab. Er ist dann doch online gegangen und hat es gesehen. Er hat angerufen und so viel geweint, weil seine Oma gestorben ist. Als die Securities gesehen haben, dass er weint, sind sie zu ihm gegangen und haben gefragt, was er braucht. Er meinte, dass unser Vater krank ist und er Angst hat, dass er auch stirbt, wie unsere Oma. Unser Vater war nicht mit am Telefon, hat aber zugeh\u00f6rt. Mein Bruder und mein Vater haben dann miteinander geredet. Er hat ihm erkl\u00e4rt, wie unsere Oma gestorben ist. Danach hat Mohammed die ganze Nacht geweint. Am Morgen ist ein Doktor gekommen, um mit ihm zu reden und hat ihm Medikamente angeboten. Mohammed wollte nichts, aber hat ihm von dem Tod unserer Oma erz\u00e4hlt. Drei Wochen sp\u00e4ter wurde er von zwei Polizisten in ein Flugzeug gebracht und nach D\u00e4nemark geflogen. Jetzt kommt er manchmal zu Besuch, aber es geht nicht so oft. Ihm gef\u00e4llt es dort nicht. Er ist immer alleine und isoliert. Das war ein sehr schlechtes Jahr f\u00fcr uns, das erste Jahr in Deutschland. Wir waren im Heim, meine Oma ist gestorben und Mohammed wurde abgeschoben. Wir k\u00f6nnen ihm nicht dabei helfen, hierher zur\u00fcckzukommen. Wir haben sehr viele Sachen versucht, damit er wieder hierher kommen kann, aber es ist sehr schwierig. [\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561326103{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]FRIEDER: Gibt es in Zukunft einen Weg, dass er wieder herkommen kann?<\/p>\n<p>HAZAR: Das Problem ist, dass er dazu das Asylverfahren mit seinem venezolanischen Pass machen muss. Er war davor schon einmal in Europa registriert. Der Anwalt sagt, er muss drei Jahren warten, bis er hierherkommen kann, um hier zu leben. Das war 2019. Das sollte bedeuten, dass er dieses Jahr kommen darf, wenn er hier einen Arbeitsvertrag bekommt.<\/p>\n<p>SANDRA: Schlimm, dass eine Familie getrennt wird, nur weil es solche Gesetze gibt.<\/p>\n<p>HAZAR: Ja, vor allem machen wir immer alles zusammen. Ich habe geh\u00f6rt, dass viele andere Familien nicht immer zusammen sind. Wenn die Kinder verheiratet sind, leben sie nicht mehr zu Hause. Die sind nicht mehr so eng miteinander. Bei uns ist das anders. Meine Schwester und ich haben zum ersten Mal eine eigene Wohnung. Aber die Wohnung, wo der Rest meiner Familie wohnt, ist auf derselben Etage. Als \u00c4lteste musste ich manchmal auf meine Geschwister aufpassen. Jetzt sind meine Geschwister erwachsen, aber ich bin immer noch die \u00c4lteste. Sie sind wie Freunde f\u00fcr mich. Wir helfen einander. Auch mein Vater telefoniert jeden Tag mit meinem Onkel und meiner Tante. Er hat das immer so gemacht und wir machen das auch so. Dann ist es schlimm, wenn dir dein Bruder weggenommen wird. Immerhin wissen wir, dass er lebt und nicht gestorben ist. Die Tage, nachdem er mitgenommen wurde, hatte ich solche Schmerzen. Mein Vater, meine Mutter und mein Bruder auch. Wir sa\u00dfen nur im Zimmer und sind nicht rausgegangen. Ein Security hat uns gefragt, warum wir nicht herausgehen, es sei doch Sommer. Wir wollten aber nicht mit anderen fr\u00f6hlichen Leuten sprechen. Das ging f\u00fcr uns nicht. Er meinte, wir sollten es versuchen und rausgehen. F\u00fcr meine Familie war es gar nicht gut, nur trauernd drinnen zu sitzen. Meine Eltern sind ja auch alt und haben viele gesundheitliche Probleme.<\/p>\n<p>SANDRA: Ich glaube, ich w\u00fcrde ausrasten, wenn mir jemand meine Schwester nehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>HAZAR: Bis heute sehe ich manchmal, wenn ich aufwache, die Polizei in meinem Zimmer. Ich habe immer noch Angst davor. Hier in Borna ist die Polizei sehr hilfsbereit. In meinem Land ist das schlimmer, viele Sachen sind sehr schlecht. Hier ist es besser. Aber wenn du aufwachst und die Polizei ist in deinem Zimmer, dann hast du einfach Angst. Ich versuche mich in diesen Momenten einfach zu beruhigen.<\/p>\n<p>FRIEDER: Was w\u00fcnschst du dir f\u00fcr deine Zukunft hier?<\/p>\n<p>HAZAR: Ich w\u00fcrde gerne eine Ausbildung machen, damit ich eine gute Arbeit machen kann. Ich sitze ungern nur zu Hause herum. Ich will ein gutes Leben.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561336080{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]FRIEDER: Was f\u00fcr eine Ausbildung w\u00fcrdest du gerne machen?<\/p>\n<p>HAZAR: Ich habe viel gesucht, aber ich wei\u00df nicht, was auf mich zukommt. Ich habe mich zum Beispiel f\u00fcr eine Ausbildung als Zahnmedizinische Fachangestellte beworben. Auch als Kauffrau und oder im B\u00fcro. Ich denke aber das geht f\u00fcr mich nicht, weil ich daf\u00fcr B2 und einen Realschulabschluss brauche. Ich habe nur einen Hauptschulabschluss, deswegen wurde mir abgesagt.<\/p>\n<p>FRIEDER: Vielleicht kannst du noch einen Realschulabschluss nachholen.<\/p>\n<p>HAZAR: Ja, ich habe dar\u00fcber mit meiner Freundin geredet. Sie hilft mir hier bei der Suche nach einer Ausbildung. Wenn ich jetzt keine Ausbildung bekomme, mache ich hier in Deutschland meinen Realschulabschluss und fange erst n\u00e4chstes Jahr eine Ausbildung an.<\/p>\n<p>SANDRA: Hattest du nicht in Syrien einen Schulabschluss gemacht?<\/p>\n<p>HAZAR: Ja, aber ich habe keine Zeugnisse mehr davon. Deswegen muss ich von vorne anfangen. In Venezuela habe ich auch Abitur gemacht, aber als ich mir das hier anerkennen lassen wollte, gab es Probleme. Ich habe dort zwei Jahre in einem gemacht, viele Pr\u00fcfungen in kurzer Zeit. In Deutschland gibt es das nicht, deswegen ist das Zertifikat nicht g\u00fcltig.<\/p>\n<p>SANDRA: Das hei\u00dft, du hast ein Abitur, aber es wird in Deutschland nicht anerkannt?<\/p>\n<p>HAZAR: Ja, das m\u00fcsste ich jetzt hier nochmal machen. Ich habe Angst davor, weil ich ja schon erwachsen bin. Ich habe ja auch schon viele Jahre kein Mathe mehr gemacht. Das m\u00fcsste ich alles nochmal lernen. Und ich bin jetzt 30. Ich habe immer gesagt, dass ich nicht immer nur lernen, sondern auch praktisch arbeiten m\u00f6chte. Ich bin jetzt erwachsen und brauche das.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/mk_page_section][vc_row][vc_column][mk_padding_divider size=&#187;80&#8243;][vc_column_text css=&#187;.vc_custom_1643311707101{margin-top: 80px !important;margin-bottom: 0px !important;}&#187;]\n<h4><a href=\"https:\/\/unofficial.pictures\/geboren-gekommen-geblieben\/\">Portr\u00e4ts einer diversen Stadt: \u201egeboren, gekommen, geblieben\u201c<\/a><\/h4>\n[\/vc_column_text][mk_padding_divider][\/vc_column][\/vc_row]\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u0418\u0437\u0432\u0438\u043d\u0438\u0442\u0435, \u044d\u0442\u043e\u0442 \u0442\u0435\u043a\u0441\u0442 \u0434\u043e\u0441\u0442\u0443\u043f\u0435\u043d \u0442\u043e\u043b\u044c\u043a\u043e \u043d\u0430 &ldquo;Deutsch&rdquo;.[mk_page_section padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column width=&#187;1\/2&#8243;][mk_padding_divider size=&#187;200&#8243; visibility=&#187;hidden-sm&#187;][vc_column_text align=&#187;right&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561093335{margin-bottom: 0px !important;}&#187;] Hazar Dahhan geboren 1991, sucht aktuell eine Ausbildung [\/vc_column_text][vc_btn title=&#187;zur\u00fcck zur \u00dcbersicht&#187; style=&#187;classic&#187; shape=&#187;square&#187; color=&#187;default&#187; align=&#187;right&#187; link=&#187;url:https%3A%2F%2Funofficial.pictures%2Fgeboren-gekommen-geblieben%2F|title:%5B%3Ade%5DPortraits%20einer%20diversen%20Stadt%3A%20%E2%80%9Egeboren%2C%20gekommen%2C%20geblieben%E2%80%9C%5B%3A%5D&#187; el_class=&#187;button-back-to-the-exhibition&#187;][\/vc_column][vc_column width=&#187;1\/2&#8243;][mk_padding_divider size=&#187;100&#8243; visibility=&#187;hidden-sm&#187;][vc_single_image image=&#187;2850&#8243; img_size=&#187;400&#215;600&#8243; alignment=&#187;right&#187;][\/vc_column][\/mk_page_section][mk_page_section bg_color=&#187;#85b2bc&#187; full_width=&#187;true&#187; padding_top=&#187;0&#8243; padding_bottom=&#187;0&#8243; sidebar=&#187;sidebar-1&#8243;][vc_column][mk_padding_divider size=&#187;80&#8243;][vc_column_text el_class=&#187;vier-spalten-blocksatz&#187; css=&#187;.vc_custom_1657561180873{margin-bottom: 0px !important;}&#187;]HAZAR: Mein Name ist Hazar. 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