Einige Perspektiven auf die Folgen von Covid-19

Die Kontaktbeschränkungen wegen Corona betreffen alle sehr unterschiedlich. Wir selbst sind ziemlich privilegiert, auch wenn wir gerne für Workshops physisch zusammen kommen würden. Währenddessen leiden Menschen wegen der ungleichen Verteilung von Care-Arbeit – @femm_hood hat deswegen gerade einen Streik begonnen. Viele verlieren ihr Einkommen oder haben steigende Kosten. Menschen sitzen in gewaltvollen Beziehungen fest. Be_hinderte Menschen, die zuhause gepfegt werden, werden übersehen (s. @raulkrauthausen). Jüd*innen werden mit strukturellem Antisemitismus und Holocaustverleugnung konfrontiert. Asiatisch gelesene Menschen sagen: #iamnotavirus. In Lagern in Deutschland müssen geflüchtete Menschen eng zusammen leben unter teilweise chaotischen Massen-Quarantäne-Maßnahmen. Währenddessen laufen mitten in der Pandemie massenhaft Abschiebungen (s. @afgkulturhaus und @syrianotsafe !). Und tausende geflüchtete Menschen sitzen in kalten Zelten auf den griechischen Inseln (s. @now_you_see_me_moria) oder in Bosnien (s. @balkanbruecke) fest. Was wird für sie getan? Wie viele andere besonders betroffene Gruppen haben wir wohl nicht im Blick?

Und während nach Schätzungen besonders ansteckende Covid-Mutationen in Hannover schon einen zweistelligen Prozentsatz aller Neuinfektionen ausmachen könnten, wird heute schon über Lockerungen beraten. Die Strategie von zero covid, auch die Wirtschaft für eine kurze Zeit stärker herunterzufahren, die Folgen des Lockdowns solidarisch abzufedern und damit schneller mit dem Lockdown fertig zu sein, wird scheinbar bisher nicht in Erwägung gezogen.

Das zur aktuellen Lage aus unserer Sicht. Nun zu den Bildern. Eine Reflexion des ersten Lockdowns im März versuchte die Ausstellung „Meine Begegnung mit der Isolation“ im @blauer_sand_leipzig. Bea Nielsen hatte über einen Open Call vor allem im Leipziger Osten nach künstlerischen Arbeiten gesucht. Zusammengekommen ist eine tolle Kombi aus persönlichen Gesprächen, Malereien, Plastiken, Fotos und Texten. Wir sind mit Bildern aus »Gefährlicher Gegenstand: Eisenbahnstraße« dabei.

Die ganze Ausstellung könnt ihr seit kurzem online sehen!

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